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Ratgeber

Wie laut darf Musik im Lokal sein?

Was für Ihr Personal gilt, was für Ihre Nachbarn gilt und wie wir die Lautstärke planen.

Was für Ihr Personal gilt

Zum Schutz von Beschäftigten gilt in Österreich die Verordnung Lärm und Vibrationen. Laut Wirtschaftskammer gilt sie in allen Arbeitsstätten, in denen Beschäftigte durch Lärm gefährdet sind, auch im Musik- und Unterhaltungssektor. Die Verordnung nennt Werte in Dezibel (dB); gemeint ist jeweils der Durchschnitt über einen Arbeitstag von acht Stunden.

  • Liegt dieser Durchschnitt über 80 dB, muss der Arbeitgeber laut Wirtschaftskammer das Personal informieren und ihm Gehörschutz zur Verfügung stellen.
  • Liegt er über 85 dB, muss der Arbeitgeber Maßnahmen festlegen und umsetzen, damit die Belastung unter diesen Wert sinkt.

Unabhängig von diesen Werten muss jeder Betrieb seine Arbeitsplätze auf Lärm prüfen; das darf er laut Wirtschaftskammer selbst tun. Im Zweifel empfiehlt die Wirtschaftskammer eine Messung durch Fachleute. Das Gesundheitsportal gesundheit.gv.at schreibt: Je höher die Lautstärke und je länger der Lärm, desto größer ist das Risiko für die Gesundheit. Ein Hörschaden kann langsam kommen und wird oft lange nicht bemerkt. Bei lauter Musik betrifft das Risiko laut Gesundheitsportal nicht nur die Gäste, sondern vor allem die Angestellten.

Was für Ihre Nachbarn gilt

Die Stadt Wien beschreibt es so: Wer über oder neben einem Lokal wohnt, darf von Musik, die nach außen dringt, nicht über ein zumutbares Maß hinaus gestört werden. Die Grundlage dafür ist die Gewerbeordnung. Sie nennt Lärm ausdrücklich als einen Grund, warum ein Betrieb eine Genehmigung der Behörde braucht (§ 74).

Wenn nötig, wird in der Wohnung nebenan gemessen. Diese Messung legt fest, wie laut es dort sein darf. Die Musik im Lokal muss dann so weit leiser werden, bis es in der Wohnung zumutbar ist.

Was wir im Lokal erleben

Wir erleben es so: Wird die Musik zu laut, reden die Gäste lauter, und dann wird oft auch die Musik noch lauter gedreht.

Dazu kommt: In einer Studie verstanden Menschen mit Musik im Hintergrund Sprache schlechter als in der Stille. Wir legen die Lautstärke deshalb für jeden Bereich und jede Tageszeit eigens fest, statt eine Einstellung für alles zu nehmen.

Was KlanQ dafür tut

Bei KlanQ regelt Ihr Personal die Lautstärke am Tablet, aber nur bis zu einer festen Grenze. Mit Ihrer PIN sorgen Sie dafür, dass niemand lauter dreht als die Grenze. Die Grenze ist eine Stufe der Lautstärke, die Sie selbst festlegen. Jeden Morgen startet die Musik mit der Lautstärke, die Sie eingestellt haben.

Ist ein Titel zu laut, meldet Ihr Personal ihn am Tablet, zum Beispiel mit dem Grund „Zu laut“. Die Meldung sehen Sie in Ihrer Übersicht am Handy oder Computer. Regelt Ihr Personal oft nach, schlägt KlanQ eine Änderung am Plan vor; ob Sie sie übernehmen, entscheiden Sie selbst.

Das ist keine Rechtsauskunft.

So geht es am Tablet →

Quellen, gelesen am 2. und 3. Oktober 2026

  1. Verordnung Lärm und Vibrationen, § 3 und § 4 (Rechtsinformationssystem des Bundes) (ris.bka.gv.at)
  2. Wirtschaftskammer Österreich: Lärm und Vibrationen (wko.at)
  3. Gewerbeordnung 1994 § 74 (RIS, tagesaktuelle Fassung) (ris.bka.gv.at)
  4. Stadt Wien: Gastgewerbelärm (wien.gv.at)
  5. Gesundheitsportal gesundheit.gv.at: Laute Musik und Gesundheit (gesundheit.gv.at)
  6. Brown und Bidelman (2022): Familiarity of Background Music Modulates the Cortical Tracking of Target Speech at the „Cocktail Party“, Fachzeitschrift Brain Sciences 12 (10), September 2022 (pmc.ncbi.nlm.nih.gov)
  7. klanq.at, Seite „Funktionen“ (klanq.at)
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